TSO-Gründungsmitglied Sebastian im Interview

Sebastian ist einer von sieben Gründungsmitgliedern von TSO. Im Interview berichtet er unter anderem von der Zeit vor TSO und die Beweggründe sich als Fanszene zu organisieren.

Moin Sebi! Du gehörst zu den sieben Gründungsmitgliedern die 2007 Thunderstorm Oldenburg ins Leben gerufen haben. Wie bist du überhaupt zum Basketball gekommen?

Das ist eine ganz witzige Geschichte und eher ein Zufall gewesen. Meine Eltern mussten damals zu einer Abendveranstaltung, da haben mich unsere Nachbarn mit zu einem Spiel des OTBs genommen. Das war 1999 – ein Jahr vor dem Aufstieg in die Bundesliga. In der Haarenesch-Halle hat mich die enge und intensive Basketball-Atmosphäre direkt gepackt. Ein Jahr später kam dann auch die Dauerkarte, die ich 14 Jahre hatte bevor es mich beruflich in den Süden gezogen hat.

Acht Jahre nach deinem ersten Basketball-Besuch wurde TSO gegründet. Was bewegte euch dazu und wie war die Situation davor?

Die Flying Moins als Fanclub der Baskets hat es schon seit 2004 gegeben. In diesem Club waren ein paar Gründungsmitglieder von TSO und auch ich Mitglied. Eine richtige Support-Gemeinschaft oder auch einen Fanblock wie wir ihn heute haben gab es allerdings nicht. Der Support war relativ eindimensional und es waren keine Strukturen im Fanblock vorhanden. Dies wollten wir ändern.

Wie habt ihr euch zusammengefunden?

Früher gab es ein sehr aktives Baskets Forum im Netz. Hier war immer öfters der Support in der Halle ein Thema. Schnell merkten wir schon im Forum, dass viele identisch über die aktuelle Situation in der Halle dachten. Irgendwann haben wir über das Forum ein Treffen organisiert und uns dann im ehemaligen Grand Café getroffen. Wir waren alle direkt auf einer Wellenlänge und haben erste Ideen entwickelt. Quasi an diesem Tag war TSO geboren.

Der Name TSO stand auch schon?

Die Idee des Namens kam eigentlich relativ spontan. Irgendwann gab es den Einfall Thunderstorm Oldenburg. Unsere geliebten Baskets hatten den Spitznamen Donnervögel. Der Gewitter- beziehungsweise Donnersturm war da nicht mehr so fern.

Beim Auswärtsspiel in Bremen gab es die erste große und sichtbare Aktion von TSO.

Beim Spiel gegen Bremerhaven wollten wir das erste Mal auf uns aufmerksam machen. Wir hatten eine riesige Blockfahne mit der Aufschrift „Fanblock“, die wir vom Oberrang heruntergelassen haben. Wir hatten dabei die Größe der Fahne unterschätzt, sodass wir einige Zuschauer im Unterrang unter der Fahne begruben. Hinzu kam ganz viel gelbes Konfetti. Diese bunte Aktion sollte direkt unser Ziel aufzeigen, die Baskets kreativ und aktiv zu unterstützen. 

Kam die Aktion gut an?

Definitiv. Wir haben direkt viel positives Feedback bekommen. Unser Kreis an Aktiven vergrößerte sich schnell und der Fanblock in Oldenburg formierte sich.

Seit 2009, also zwei Jahre nach der Gründung, ist TSO ein eingetragener Verein. Was waren die Beweggründe?

Wir sind immer mehr gewachsen und auch die Aufgaben wurden komplexer. Unter anderem haben wir angefangen die Auswärtsfahrten zu organisieren. Hier war sicherlich in der frühen Zeit die Organisation der Finalspiele in Bonn ein Highlight. Bei der Anmeldung ist aufgrund zu vieler gleichzeitiger Anfragen unsere Website abgestürzt. Durch die vielen neuen Aufgaben, war es ein logischer Schritt sich als e. V. zu organisieren, um bessere Strukturen zu schaffen.

Zehn Jahre später gibt es TSO immer noch. Was sind deine Wünsche für unseren Fanclub?

Ich wünsche mir natürlich, dass der Fanclub seinen eingeschlagenen Weg weiter geht und TSO weiter wächst. Persönlich wünsche ich mir auch irgendwann wieder in den Norden zu ziehen und mich aktiver in die Fanclubarbeit einzubringen. Zudem wäre es schön wieder eine Dauerkarte im Fanblock zu haben.

Abschließend müssen wir auch dich fragen: Werden die Baskets dieses Jahr deutscher Meister?

Ich würde es mir wünschen, dass die Baskets zum zweiten Mal Meister werden und wieder einen Titel nach Oldenburg holen. Realistisch gesehen ist es natürlich sehr schwierig eine Serie gegen Bayern München zu gewinnen.

Vielen Dank für das Interview!